M A L K U N S T

«Es gibt kein Kunstwerk, das ein Baustein zu einer neuen Erde ist, wenn es nicht aus der Liebe des freien Menschen entspringt.»                                                                 - Albert Steffen

Über den «Stil» und die Philosophie

Bestimmt gäbe es unzählige Be- und Umschreibungen meines Stils. Doch distanziere ich mich von rohen und sinnleeren Begrifflichkeiten. Ich ordne diese Farb-Manifestationen nicht irgend einem bekannten Stile zu, noch vergleiche ich meine/diese Kompositionen mit jenen anderer Künstler. 

 

Farben dürfen sich entwickeln. Es gibt  Bilder bei denen ich vorskizziere, welche dadurch ihre Form und Struktur erhalten, andere entspringen aus einem geistigen Bild heraus. Da braucht es dann kein Skizzieren oder Vorzeichnen mehr. Kunst ist ein Ausdruck der Seele. Man bringt in die Welt einen Seelen-Ausdruck, etwas Geistiges, welches sich durch das Werkzeug der Hände manifestieren darf. 

 

Woher kommt die Inspiration? Sie ist ein geistiger Sinn. Sie entstammt "Götterwelten", ja, wenn der Künstler tätig ist, so schauen ihm Götter über die Schultern, beäugen was er da offenbart. Die Malkunst ist eine Götterkunst. Sie entsteht durch Hingabe und Demut. Nur wer die Umwelt, die Natur und ihr heiliges Weben beobachtet hat in aller Ruhe, in aller Achtsamkeit, der kann daraus die ewigen Gesetze lesen und schöpfen, und sie bewusst machen. Bewusst machen indem der Künstler zum Mittler wird, zum Werkzeug zwischen den höheren und den niederen Welten, zwischen der geistigen und der materiellen Welt. Er bricht sozusagen das Geistige herunter in unsere Dimension, in unsere sichtbare Welt der Sinne.

 

Meine Farb- & Graustufenmalerei ist somit keinem bekannten Stil hinzuzuordnen, auch gehöre ich nicht einer bestimmten Gruppe oder Richtung an. Mir geht es nicht um Erfolg oder um das Vermehren von Geld. Viele sind leider verfallen diesem Schwingungsfeld. Sie haben vergessen was Seelenausdruck ist. Nie darf das Malen zu etwas Starrem, zu etwas Statischem, zu etwas Gefühlslosem, Routinemässigen werden! Wenn es das wird, ist der Künstler verfallen dem, was man in der Geisteswissenschaft die Widersacherkräfte des Christus nennt. 

 

So ist meine Kunst ein michaelischer Beitrag des Zeitgeschehens, der Zeitqualität. Mein Wunsch ist es Impulse zu senden, michaelische Impulse in die Welt hinaus, auch ohne bekannt zu werden, auch ohne einen Namen, denn die Werke die vollbracht werden, die werden eingeschrieben in dem Weltenäther - die sind für alle gemalt worden. Ich male für die Menschheitsfamilie.

Materialien & Verwendung

Ich arbeite mit hochwertigen Farb- & Graphitstiften von Caran d´ache (Supracolor Soft & Grafwood/Technograph-Stifte) & Faber-Castell (Albrecht-Dürer-Aquarell- & Graphit-Stifte).

 

Verwendet werden ausschliesslich säurefreie Malbögen in verschiedenen Grössen, meistens ebenfalls von Caran d´ache oder Fotokarton-Papier. Verwendung finden auch Fliesspapiere.

Technik

Die Aquarell-Stifte eignen sich hervorragend, um Farben ineinanderfliessen zu lassen, aber auch klare Grenzen zu ziehen. Ich verwende sie u.a. zum Aus- und Bemalen vorgezeichneter Strukturen. Die Farben werden intuitiv "zusammengestellt", sie fliessen sozusagen heraus aus mir. Nichts geschieht in diesen Geist-Prozessen zufällig. Es fällt lediglich zu was fällig ist.

Mit den HB-Graphitstiften (geeignete Minenhärte zum Vorzeichnen) skizziere ich das "Gerüst". Die Grafwood-4B-6B-Graphit-Stifte dienen der Konturierung und Schattierung des jeweiligen Bildes, des allgemeinen Graustufen-Malens, sowie der "Verschnörkelung" und Dekoration. Ich male aber auch ohne Konturierung, ohne Schattierungen. Da werden Farben an Farben "geboren".

 

Mit zugeschnittenen Fliesspapierchen untermale ich das Gesamtbild, hebe es hervor, durch "Wölkchenbildung". Dabei wird mit einem Messer oder einer Schere, die gespitzte Graphitstift-Mine abgewetzt, damit die Minen-Teilchen auf das Papier niederregnen. Die auf dem Blatt (rund um das hervorzuhebende Bild) Graphit-Feinstteilchen werden mit Fliesspapierblättchen verrieben.

 

Das Bild wird meistens auf ein schwarzes (oder weisses, oder farbiges) Hintergrundsblatt geklebt. Damit wird das Bild nochmals hervorgehoben. Die Einrahmung erfolgt, durch einen x-beliebigen Holz-, Kunststoff, oder Metallrahmen, je nach Bild. Das Gesamtkunstwerk ist fertiggestellt.

Christian Andreas Senn

Freie intuitive Mal-Künste